Überblick
Welche Sauna steckt in der Ferienwohnung mit Sauna?
Hinter dem Merkmal „mit Sauna“ verbergen sich sehr unterschiedliche Dinge. Am häufigsten ist die klassische finnische Sauna mit Elektroofen und Saunasteinen. Sie wird auf 80 bis 90 Grad geheizt, bei nur 10 bis 20 Prozent Luftfeuchte, und nur sie eignet sich für einen richtigen Aufguss. Eine Biosauna arbeitet milder, mit 45 bis 60 Grad und 40 bis 50 Prozent Luftfeuchte; viele Öfen können beides. Wer Hitze schlecht verträgt, fühlt sich darin oft wohler. Seltener ist in Ferienwohnungen ein Dampfbad: Es arbeitet mit rund 45 Grad und sehr hoher Luftfeuchte und ist eher in Wellnesshotels zu finden. Wichtig für die Buchung ist außerdem, wo die Sauna steht. Eine Kabine im Bad oder im Keller der Wohnung gehört Ihnen allein; eine Sauna im Keller eines Mehrparteienhauses teilen Sie oft mit anderen Gästen, meist mit Zeitfenstern.
Eine Infrarotkabine ist dagegen keine Sauna im engeren Sinn. Sie erwärmt den Körper über Strahler, die Luft bleibt deutlich kühler, und ein Aufguss ist nicht vorgesehen. Dafür braucht sie wenig Strom. Auf manchen Grundstücken, etwa an der Ostsee, stehen außerdem Fass- oder Gartensaunen, frei im Garten, manchmal mit Holzofen. Sie liegen oft ein paar Schritte vom Haus entfernt, was nach dem Gang einen kurzen Weg an der frischen Luft bedeutet und im Winter seinen eigenen Reiz hat.
Ablauf
So läuft der Saunaabend in der Ferienwohnung mit Sauna ab
Vor der Buchung klären Sie drei Dinge: Gehört die Sauna nur zu Ihrer Wohnung oder teilen sich mehrere Einheiten im Haus die Kabine? Muss sie vorher reserviert werden, wie es bei manchen Gartensaunen üblich ist? Und ist die Nutzung im Mietpreis enthalten oder wird sie pro Gang oder pro Tag berechnet? Die Antworten gehören in die Buchungsbestätigung, damit es vor Ort keine Überraschung gibt. Fragen Sie auch, wie groß die Kabine ist; eine Zwei-Personen-Sauna reicht für eine Familie mit zwei Jugendlichen nicht, wenn alle gleichzeitig hineinwollen. Wie schnell eine Kabine warm wird, hängt vom Ofen ab: Er muss zur Größe der Kabine passen, sonst dauert das Aufheizen lange und kostet mehr Strom.
Am Saunaabend heizen Sie die Kabine zuerst auf; eine Zeitschaltung am Steuergerät spart Wartezeit. Vor dem ersten Gang duschen Sie und trocknen sich gründlich ab. Der Deutsche Sauna-Bund empfiehlt drei bis vier Gänge von je sechs bis zehn, höchstens 15 Minuten; ein vierter Gang bringt nach seiner Einschätzung keinen zusätzlichen Nutzen. Wer mag, macht zum Ende eines Gangs einen Aufguss mit Wasser auf die heißen Steine. In einer Infrarotkabine ist das nicht vorgesehen. Für die gesundheitliche Wirkung ist der Aufguss nach Angaben des Sauna-Bunds ohnehin nicht nötig, und auch ein Saunahut ist eine Frage des Geschmacks.
Wichtiger als der Aufguss ist das Abkühlen. Atmen Sie zuerst etwa 30 Sekunden frische Luft, dann kühlen Sie mit Wasser von 10 bis 12 Grad ab, am besten mit einem Schlauch, beginnend an den Füßen. Lauwarmes Duschen reicht nicht. Danach setzen Sie sich einige Minuten hin und bewegen die Beine, bevor Sie sich ausruhen. Menschen mit Bluthochdruck sollten auf ein Tauchbecken verzichten; bei Erkältung oder Herzerkrankungen rät der Sauna-Bund vom Saunieren ab. Trinken Sie zwischen den Gängen Wasser, und lassen Sie die Kabine nach dem letzten Gang offen auslüften, damit das Holz trocknet. Ein Handtuch unter dem ganzen Körper gehört auch in der privaten Sauna zum guten Ton, der nächste Gast wird es Ihnen danken.
Budget
Was eine Ferienwohnung mit Sauna kostet
Eine eigene Sauna verteuert eine Ferienwohnung nicht zwingend stark. An der Ostsee und an der Schlei werben Gastgeber mit Wohnungen mit Sauna ab 75 bis 165 Euro pro Nacht. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Ferienunterkunft kostete im Sommer 2025 laut Holidu 143 Euro pro Nacht, an der Ostsee 164 Euro.
Ob die Saunanutzung extra kostet, legt der Gastgeber fest. Einen Maßstab liefern die Stromkosten: Ein Elektroofen mit 7,5 Kilowatt kostet für 90 Minuten rund 3,50 Euro, eine Infrarotkabine für 40 Minuten unter 50 Cent. Mit Holz geheizte Saunen kommen auf 4,50 bis 10 Euro Brennstoff pro Nutzung. Rechnet der Gastgeber den Strom nach Zähler ab, darf er ihn getrennt vom Mietpreis ausweisen; fragen Sie dann nach dem Preis pro Kilowattstunde und lesen Sie den Zähler bei Ankunft selbst ab.
Preisübersicht
Preise im Detail nach Saison und Ausstattung
Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Messezeiten, Feiertage, Luxusklasse).
| Angebot | Übliche Preisspanne | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|
| Ferienwohnung mit Sauna (Ostsee, Beispiele) | Ab ca. 75–165 € pro Nacht | Angebote an Schlei und Ostsee; Saison, Größe und Lage entscheiden |
| Ferienunterkunft zum Vergleich (Ø Sommer 2025) | Ca. 143 € pro Nacht | Deutscher Schnitt für 2 bis 8 Personen, ohne besondere Ausstattung |
| Strom finnische Sauna | Ca. 2,50–4 € pro Saunagang | Elektroofen 6 bis 9 kW, Laufzeit und Strompreis bestimmen den Betrag |
| Strom Infrarotkabine | Ca. 0,30–0,40 € pro 40 Minuten | 1,4 bis 2 kW Leistung, deutlich sparsamer als ein Saunaofen |
| Holz für Fass- oder Gartensauna | Ca. 4,50–10 € pro Nutzung | Holzart und Heizdauer entscheiden; oft vorher beim Gastgeber zu buchen |
| Endreinigung Wohnung 40–80 m² | 60–90 € pauschal | Gehört als Pflichtposten in den beworbenen Gesamtpreis |
| Kurtaxe an der Küste (2026) | Ca. 3,40–5,50 € pro Person und Tag | Die Gemeinde legt den Satz fest, in der Nebensaison meist günstiger |
Gut zu wissen
Wann sich eine Ferienwohnung mit Sauna lohnt
Eine Sauna spielt ihre Stärken aus, wenn es draußen kühl ist: von Oktober bis April an Nord- und Ostsee, im Harz, im Schwarzwald oder im Bayerischen Wald. Gerade um Weihnachten, Silvester und in den Winterferien sind Wohnungen mit Sauna gefragt, planen Sie dafür früh. Auch Wanderer und Radfahrer schätzen die Sauna nach einem langen Tag in der Kälte, besonders in den Mittelgebirgen, wo es im Herbst früh dunkel wird.
Im Sommer ist die Sauna eher ein Bonus für Regentage. Wer die Nebensaison nutzt, bekommt oft beides: niedrigere Preise und eine Sauna, die man jeden Abend ohne Hitzestress genießt. Wenn Sie Ihre Wünsche im Anfrageformular beschreiben, gibt die Redaktion sie an passende Anbieter weiter, kostenlos und unverbindlich. Nennen Sie dabei gleich die gewünschte Saunaart und ob Sie die Sauna für sich allein brauchen.
Tipps
Die Tipps von Wendelmar vor der Buchung
🧳 Wendelmar, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihre Reise gelingt. Wer ist Wendelmar?
Fragen Sie nach der Saunaart
„Sauna“ kann eine finnische Kabine mit 90 Grad sein oder eine Infrarotkabine. Ich frage genau nach, denn für einen echten Aufguss brauche ich einen Ofen mit Steinen.
Klären Sie, wer mitsauniert
Manche Saunen teilen sich mehrere Wohnungen im Haus, manche muss man vorher reservieren. Ich will wissen, ob die Sauna mir allein gehört oder ob ich einen Termin brauche.
Fragen Sie nach der Gebühr
Ist die Sauna im Preis enthalten, oder zahlen Sie pro Gang? Ein Gang im Elektroofen kostet rund drei Euro Strom. Eine Gebühr von 20 Euro darf mich dann schon wundern.
Planen Sie die Aufheizzeit ein
Eine finnische Sauna ist nicht auf Knopfdruck heiß. Ich schalte sie ein, bevor ich vom Strand zurückkomme, sofern das Haus eine Zeitschaltung hat. Ich frage beim Gastgeber danach.
Kühlen Sie richtig ab
Der Sauna-Bund rät zu kaltem Wasser von 10 bis 12 Grad, vom Fuß zum Herzen. Lauwarm duschen reicht nicht. Ich frage deshalb, ob es eine Außendusche oder einen Schlauch gibt.
Saunieren Sie nicht krank
Mit Erkältung bleibe ich draußen, so rät es auch der Sauna-Bund. Wer Herzprobleme oder Bluthochdruck hat, spricht vor dem Urlaub besser mit dem Arzt als danach.
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet ein Saunagang in der Ferienwohnung?
Das legt der Gastgeber fest: Manche schließen die Sauna in den Mietpreis ein, andere berechnen eine Gebühr pro Gang oder pro Tag. Die reinen Stromkosten liegen bei einem Elektroofen mit 6 bis 9 Kilowatt je nach Dauer bei etwa 2,50 bis 4 Euro, eine Infrarotkabine braucht für 40 Minuten weniger als 50 Cent. Fragen Sie vor der Buchung nach der Regel.
Wie lange und wie oft sollte man saunieren?
Der Deutsche Sauna-Bund empfiehlt ein bis zwei Saunatage pro Woche mit jeweils drei bis vier Gängen. Ein Gang dauert sechs bis zehn Minuten, höchstens 15. Danach kommt das Abkühlen mit Wasser von etwa 10 bis 12 Grad und eine Ruhephase. Einen vierten Gang hält der Verband für überflüssig, weil er gesundheitlich nichts mehr bringt.
Was ist der Unterschied zwischen Sauna und Infrarotkabine?
Eine finnische Sauna erhitzt die Luft auf 80 bis 90 Grad bei geringer Luftfeuchte, ein Aufguss auf die Steine verstärkt die Hitze. Eine Infrarotkabine wärmt den Körper über Strahler, die Luft bleibt deutlich kühler, einen Aufguss gibt es nicht. Sie braucht mit 1,4 bis 2 Kilowatt nur einen Bruchteil des Stroms. Fragen Sie beim Gastgeber, welche Art verbaut ist.
Darf man mit Erkältung in die Sauna?
Besser nicht. Der Deutsche Sauna-Bund rät bei Erkältungen und Herzerkrankungen vom Saunieren ab. Menschen mit Bluthochdruck sollten zumindest auf das Tauchbecken verzichten, weil der Kältereiz den Blutdruck stark steigen lässt. Wer regelmäßig Medikamente nimmt oder schwanger ist, klärt die Sauna im Urlaub am besten vorher mit dem Arzt oder der Ärztin.
Ist die Sauna in der Ferienwohnung nur für mich?
Nicht immer. In manchen Häusern teilen sich mehrere Wohnungen eine Sauna, Fass- und Gartensaunen müssen oft vorher beim Gastgeber gebucht werden. Steht in der Beschreibung „private Sauna“ oder „Sauna in der Wohnung“, haben Sie sie in der Regel für sich. Lassen Sie sich die Regel schriftlich bestätigen, besonders wenn Sie jeden Abend saunieren möchten.
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