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Ferienwohnungen & Ferienhäuser · 82 % privat vermietet

Ferienwohnungsanbieter in Deutschland: wer vermietet und was Sie prüfen

Hinter einer Ferienwohnung steht meist kein Konzern, sondern eine Privatperson mit einem einzigen Objekt. Daneben gibt es Agenturen, Vermittler und Plattformen. Hier lesen Sie, wie sich diese Anbieter unterscheiden, welche Regeln für sie gelten und welche Angaben Sie vor der Anzahlung verlangen sollten.

Reiseart: Ferienwohnungen & Ferienhäuser

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🏡 82 %Private Gastgeber 454.793 von 555.111 Objekten (DFV-Marktstudie, Daten 2022)
🏡 7,3 Mrd. €Mieteinnahmen pro Jahr Davon 79 % bei privaten Vermietern
🏡 25 %Anteil der Unterkunft An den Ausgaben der Gäste von 92,95 € pro Tag
🏡 20.05.2026EU-Regeln zur Kurzzeitvermietung Registrierungsnummer, wo die Gemeinde sie verlangt

Überblick

Der Anbieter im Überblick:

Ferienwohnungsanbieter ist kein geschützter Beruf. Gemeint sind alle, die eine möblierte Wohnung oder ein Haus tage- oder wochenweise an Urlauber vermieten. Laut der Marktstudie des Deutschen Ferienhausverbands, erstellt von Statista mit Daten von 2022, stehen 82 Prozent der 555.111 Ferienunterkünfte in Deutschland im Eigentum von Privatleuten. Sie erzielen zusammen 5,8 Milliarden Euro Mieteinnahmen im Jahr, rund 79 Prozent des Marktes.

Daneben arbeiten Ferienhausagenturen, die Objekte mehrerer Eigentümer vermieten und oft auch die Schlüsselübergabe und Reinigung vor Ort übernehmen, sowie Buchungsplattformen, auf denen Gastgeber ihre Inserate einstellen. Für Sie als Gast zählt vor allem, wer Ihr Vertragspartner ist. Das steht in der Buchungsbestätigung. Bei einer reinen Unterkunftsbuchung gilt in der Regel Mietrecht, auch bei gewerblichen Anbietern.

Gut zu wissen

Wann sich dieses Angebot lohnt

Direkt beim Gastgeber anzufragen lohnt sich, wenn Sie besondere Wünsche haben, die kein Filter abbildet: ein Hund über 30 Kilo, ein Kinderbett, ein Stellplatz für den Anhänger, eine Anreise nach 20 Uhr. Eine kurze Nachricht klärt das schneller als zehn Inserate.

Eine Agentur ist praktisch, wenn Sie in einer Region mehrere Objekte vergleichen möchten und einen Ansprechpartner vor Ort suchen. Über das Anfrageformular von Wendelmar beschreiben Sie Ihre Pläne einmal; die Redaktion gibt sie an passende Anbieter aus unserer Auswahl weiter, die sich direkt bei Ihnen melden. Kostenlos und unverbindlich.

Budget

Preise pro Nacht, pro Tag und pro Person

Ferienwohnungsanbieter rechnen pro Nacht oder pro Woche ab, nicht nach Stunden. Im Sommer 2025 lag der Schnitt laut einer Holidu-Auswertung bei 143 Euro pro Nacht, mit einer Spanne von 105 Euro im Bayerischen Wald bis 164 Euro an der Ostsee. Nach der Preisangabenverordnung muss der beworbene Preis alle Pflichtbestandteile enthalten, auch eine verpflichtende Endreinigung.

Separat stehen dürfen die Kurtaxe, die die Gemeinde festlegt, verbrauchsabhängige Kosten nach Zähler und freiwillige Extras wie Bettwäsche oder Frühstück. Bei der Anzahlung sind 20 bis 50 Prozent üblich. Für die Kaution einer Ferienunterkunft gibt es keine gesetzliche Obergrenze. Gäste geben laut Ferienhausverband im Schnitt 92,95 Euro pro Person und Tag aus, ein Viertel davon für die Unterkunft.

Preisübersicht

Preise im Detail nach Saison und Ausstattung

Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Messezeiten, Feiertage, Luxusklasse).

AngebotÜbliche PreisspanneWas Sie wissen sollten
Übernachtung Ferienunterkunft (Ø Sommer 2025) 105–164 € pro Nacht Bayerischer Wald am günstigsten, Ostsee am teuersten; 2 bis 8 Personen
Endreinigung Wohnung 40–80 m² 60–90 € pauschal Ist sie Pflicht, gehört sie in den beworbenen Gesamtpreis
Endreinigung Ferienhaus über 120 m² 150–250 € pauschal Mehrere Etagen, Bäder und Haustiere verlängern die Reinigung
Anzahlung bei Buchung 20–50 % des Mietpreises Rest meist vor Anreise; bei kurzfristiger Buchung oft der volle Betrag
Stornierung ohne Vertragsregel Ca. 90–95 % der Miete Abzüglich ersparter Aufwendungen von 5 bis 10 Prozent, weniger bei Weitervermietung
DTV-Klassifizierung (zahlt der Gastgeber) Höchstens 214,20 € für 3 Jahre Freiwillig, zuzüglich eventueller Reisekosten der Prüfer

Tipps

Die Tipps von Wendelmar vor der Buchung

🧳 Wendelmar, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihre Reise gelingt. Wer ist Wendelmar?

Vermieter identifizieren

Ich will wissen, mit wem ich den Vertrag schließe: mit dem Eigentümer, einer Agentur oder einer Plattform. Das steht in der Buchungsbestätigung, und es entscheidet, wen ich bei Problemen anrufe.

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Gesamtpreis verlangen

Ein Gastgeber, der eine Pflicht-Endreinigung erst im Kleingedruckten nennt, verstößt gegen die Preisangabenverordnung. Ich bitte dann um einen Gesamtpreis in einer Zeile, schriftlich.

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Stornostaffel prüfen

Private und gewerbliche Gastgeber dürfen ihre Stornostaffel selbst festlegen. Steht keine im Vertrag, bleibt fast die ganze Miete fällig. Ich frage vor der Anzahlung, nicht nach der Absage.

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Registrierungsnummer ansehen

Seit Mai 2026 können Gemeinden eine Registrierungsnummer für Ferienwohnungen verlangen. Wo das gilt, steht sie im Inserat. Fehlt sie dort, frage ich den Gastgeber freundlich nach dem Grund.

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Anzahlung begrenzen

Mehr als die Hälfte des Mietpreises überweise ich Monate vor der Reise ungern. Üblich sind 20 bis 50 Prozent Anzahlung. Den Rest zahle ich kurz vor der Anreise.

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Hausordnung vorab lesen

Ich lasse mir die Hausordnung vor der Buchung schicken. Ruhezeiten, Rauchverbot, Haustiere, Müll: Was dort steht, ist Teil des Vertrags, und manche Kaution hängt genau daran.

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FAQ

Häufige Fragen

Ist es sicherer, bei einem gewerblichen Anbieter zu buchen?

Nicht automatisch. Seit dem 1. Juli 2018 gilt bei reinen Unterkunftsbuchungen auch für gewerbliche Anbieter das Mietrecht, wie die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern erklärt. Entscheidend sind der Vertrag, die Stornostaffel und eine klare Identität des Vermieters. Ein Pauschalreiserecht mit Sicherungsschein haben Sie nur, wenn ein Reiseveranstalter mehrere Leistungen zu einem Paket bündelt.

Was ist die Registrierungsnummer bei Ferienwohnungen?

Seit dem 20. Mai 2026 gilt die EU-Verordnung 2024/1028 zur Kurzzeitvermietung. Gemeinden oder Länder können ein Registrierungsverfahren einführen; dort brauchen Gastgeber eine Nummer, die Plattformen im Inserat anzeigen. Eine allgemeine Pflicht besteht nicht. Die deutsche Umsetzung, das Kurzzeitvermietungs-Datenaustausch-Gesetz mit der Bundesnetzagentur als Zugangsstelle, lag seit Januar 2026 als Entwurf vor.

Darf der Vermieter bei Stornierung die volle Miete verlangen?

Grundsätzlich bleibt die Miete geschuldet, wenn Sie aus eigenen Gründen absagen. Der Vermieter muss aber ersparte Aufwendungen abziehen, laut Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern typischerweise 5 bis 10 Prozent, etwa für Wäsche und Strom. Vermietet er die Wohnung neu, darf er nur noch tatsächliche Kosten berechnen. Steht eine Stornostaffel im Vertrag, rechnet der Vermieter in der Regel danach ab.

Woran erkenne ich einen seriösen Ferienwohnungsanbieter?

An klaren Angaben: vollständiger Name und Anschrift des Vermieters, ein Gesamtpreis mit Endreinigung, eine schriftliche Stornostaffel, Anzahlung zwischen 20 und 50 Prozent. DTV-Sterne sind ein zusätzliches Indiz, denn geschulte Prüfer haben die Unterkunft vor Ort bewertet. Verlangt jemand Vorkasse per Bargeldtransfer oder drängt auf sofortige Zahlung ohne Vertrag, brechen Sie den Kontakt besser ab.

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