Überblick
Cabrio mieten: welche Klassen und Modelle es gibt
Vermieter bieten Cabrios meist in drei Gruppen an: kleine Viersitzer für die Stadt, offene Mittelklassewagen für längere Touren und Roadster mit zwei Sitzen für kurvige Landstraßen. Dazu kommen Premium- und Luxusmodelle, die nur wenige Stationen vorhalten. Welches Modell Sie genau bekommen, ist wie bei allen Mietwagen oft nur die Klasse, nicht der Typ. Fragen Sie nach, wenn Ihnen ein Vier- oder Zweisitzer wichtig ist.
Ein Cabrio unterscheidet sich im Alltag vom normalen Mietwagen. Das Verdeck braucht Platz, der Kofferraum ist kleiner, und das Stoffdach ist empfindlicher gegen Beschädigung und Diebstahl. Dafür bieten viele Modelle Sitzheizung und Nackenwärmer, sodass auch ein milder Herbsttag offen Spaß macht. Bei offenem Dach ist es auf der Autobahn laut; viele genießen das Cabrio deshalb vor allem auf Landstraßen. Planen Sie Ihre Route entsprechend.
Ablauf
Cabrio mieten: Abholung, Verdeck und Rückgabe
Bei der Abholung prüfen Sie Karosserie, Felgen und Innenraum wie bei jedem Mietwagen, dazu aber das Verdeck: Risse, Flecken, Dichtungen, Heckscheibe. Lassen Sie sich die Bedienung zeigen; je nach Hersteller öffnet das Dach nur im Stand oder auch bei langsamer Fahrt. Probieren Sie das Verdeck noch auf dem Hof einmal aus, damit Sie beim ersten Regenschauer wissen, welcher Knopf es schließt. Fragen Sie auch, ob ein Windschott an Bord ist und wo es verstaut wird. Notieren Sie Kilometerstand und Tank im Protokoll und fotografieren Sie das Dach von außen.
Unterwegs gilt: Schließen Sie das Verdeck, sobald Sie den Wagen abstellen, und lassen Sie nichts sichtbar liegen. Nicht fest eingebaute Dinge wie Handy oder Kamera sind nicht versichert. Wer ein Cabrio offen unbeaufsichtigt stehen lässt, riskiert, dass die Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit kürzt. Nutzen Sie, wo es geht, bewachte oder belebte Parkplätze. Bei Gewitter oder Hagel schließen Sie das Dach rechtzeitig und suchen, wenn möglich, einen überdachten Stellplatz, denn Schäden am offenen Wagen fallen oft größer aus.
Die Rückgabe läuft wie bei jedem Mietwagen: vollgetankt bei voll/voll, während der Öffnungszeiten, mit gemeinsamer Abnahme und schriftlichem Protokoll. Schließen Sie das Verdeck vor der Rückgabe und lassen Sie seinen Zustand ausdrücklich im Protokoll vermerken. Sand und Laub im offenen Innenraum können eine Sonderreinigung auslösen. Fahren Sie bei trockenem Wetter vor, damit das Verdeck nicht nass eingeklappt wird, und entfernen Sie Blätter aus den Ablaufrinnen. Heben Sie das Rückgabeprotokoll auf, bis die Kaution freigegeben ist.
Budget
Was kostet es, ein Cabrio zu mieten?
Ein Ratgeber für 2026 nennt für ein kleines Cabrio 55 bis 90 Euro pro Tag in der Nebensaison und 80 bis 130 Euro in der Hochsaison. Offene Mittelklassewagen liegen bei 110 bis 160 Euro, im Sommer bei 150 bis 240 Euro. Eine Woche kostet etwa das Drei- bis Fünffache eines Tages. Roadster mit zwei Sitzen kosten 100 bis 200 Euro, Premium-Roadster 190 bis 450 Euro pro Tag.
Hinzu kommen Versicherung, laut derselben Übersicht 15 bis 60 Euro pro Tag für Vollkasko, ein Zusatzfahrer für 8 bis 15 Euro und für Fahrer unter 25 ein Aufschlag von 20 bis 40 Euro pro Tag. Die Kaution steigt mit der Klasse: 200 bis 500 Euro beim kleinen Cabrio, bis 2.500 Euro beim Premium-Roadster.
Preisübersicht
Preise im Detail nach Saison und Ausstattung
Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Messezeiten, Feiertage, Luxusklasse).
| Angebot | Übliche Preisspanne | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|
| Kleines Cabrio (Viersitzer) | 55–130 € pro Tag | 55–90 € in der Nebensaison, 80–130 € von Juni bis August; Kaution etwa 200–500 € |
| Mittelklasse-Cabrio | 110–240 € pro Tag | 110–160 € in der Nebensaison, 150–240 € im Hochsommer; Kaution etwa 500–1.000 € |
| Roadster (Zweisitzer) | 100–200 € pro Tag | 100–150 € in der Nebensaison, 130–200 € im Hochsommer; Kaution etwa 500–1.000 € |
| Premium-Roadster | 190–450 € pro Tag | Kaution etwa 1.500–2.500 €, Mindestalter oft 25 bis 30 Jahre |
| Vollkasko-Schutz | 15–60 € pro Tag | Beim Cabrio ohne Selbstbeteiligung und mit Diebstahlschutz ratsam, Verdeckreparaturen sind teuer |
| Jungfahrerzuschlag unter 25 | 20–40 € pro Tag | Wenn der Vermieter die gewünschte Klasse überhaupt an unter 25-Jährige vermietet |
| Zusatzfahrer | 8–15 € pro Tag | Nur eingetragene Fahrer sind versichert; bei längeren Touren sinnvoll |
Gut zu wissen
Wann sich ein Cabrio zu mieten lohnt
Ein Cabrio lohnt sich für Strecken, auf denen Sie die Landschaft erleben wollen: Weinstraßen, Alpenvorland, Küstenstraßen an Nord- und Ostsee. Zwischen Mai und September ist die Nachfrage am größten, im Juni bis August sind die Preise am höchsten. Wer Anfang Mai oder im September fährt, zahlt weniger. Achten Sie auf einen Tarif mit kostenloser Stornierung, falls das Wetter umschlägt.
Für Stadtbesuche mit viel Gepäck oder lange Autobahnetappen ist ein Cabrio weniger praktisch; dann ist ein normaler Mietwagen oft günstiger und bequemer. Eine gute Lösung ist die Kombination: Ein oder zwei Tage Cabrio für die schönste Etappe, der Rest mit einem kleineren Wagen. Möchten Sie ein Cabrio für eine Tour anfragen, beschreiben Sie Ihre Pläne im Formular; die Redaktion leitet die Anfrage an passende Anbieter weiter.
Tipps
Die Tipps von Wendelmar vor der Buchung
🧳 Wendelmar, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihre Reise gelingt. Wer ist Wendelmar?
Verdeck vorführen lassen
Ich lasse mir das Verdeck bei der Übergabe einmal öffnen und schließen. Manche Modelle machen das nur im Stand, andere auch bei langsamer Fahrt, und bei Regen zählt jede Sekunde.
Beim Parken Verdeck zu
Ich schließe das Verdeck jedes Mal, wenn ich aussteige, auch für einen Kaffee. Ein Stoffdach ist schnell aufgeschlitzt, und lose Wertsachen im Auto sind nicht versichert.
Früh buchen im Sommer
Wer im Juli ein Cabrio möchte, bucht besser im Frühjahr. Für die größeren Modelle empfehlen Ratgeber sechs bis acht Wochen Vorlauf, sonst bleibt nur, was keiner wollte.
Weiche Taschen statt Koffer
Das Verdeck frisst Kofferraum. Ich packe für zwei Personen in weiche Reisetaschen und prüfe vorher, ob das Gepäck bei offenem Dach überhaupt noch hineinpasst.
Selbstbeteiligung auf null
Beim Cabrio nehme ich immer Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und Diebstahlschutz. Ein Riss im Verdeck ist teuer und nach dem Urlaub ärgerlich.
Sonnencreme ins Handschuhfach
Mit offenem Dach merkt man die Sonne erst am Abend. Ich lege Sonnencreme, Mütze und Sonnenbrille griffbereit und fahre mittags lieber mit geschlossenem Verdeck.
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Cabrio in Deutschland zu mieten, pro Tag und pro Woche?
Laut einem Ratgeber für 2026 kostet ein kleines Cabrio 55 bis 90 Euro pro Tag in der Nebensaison und 80 bis 130 Euro in der Hochsaison. Mittelklasse-Cabrios liegen bei 110 bis 240 Euro, Premium-Roadster bei 190 bis 450 Euro. Eine Woche kostet etwa das Drei- bis Fünffache eines Tages. Dazu kommen Versicherung, Zusatzfahrer und gegebenenfalls ein Jungfahrerzuschlag. Die Kaution beträgt je nach Klasse 200 bis 2.500 Euro.
Ab welchem Alter kann ich ein Cabrio oder einen Roadster mieten?
Für Standard-Cabrios liegt das Mindestalter bei den meisten Vermietern bei 21 Jahren mit einem Jahr Führerscheinbesitz. Für Premium-Cabrios und leistungsstarke Roadster verlangen viele 25 bis 30 Jahre. Unter 25 fällt häufig ein Aufschlag von 20 bis 40 Euro pro Tag an. Der Führerschein der Klasse B genügt für alle Pkw-Cabrios. Prüfen Sie die Altersgrenze der Klasse vor der Buchung.
Welche Versicherung brauche ich für ein gemietetes Cabrio, und was ist nicht gedeckt?
Wählen Sie Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und mit Diebstahlschutz. Reparaturen an der Verdeckmechanik oder am Stoffdach sind teuer, und ein aufgeschlitztes Verdeck ist schnell passiert. Achten Sie darauf, dass Glas, Reifen und Felgen eingeschlossen sind. Lose Wertsachen im Auto sind in keinem Fall versichert, nehmen Sie sie beim Aussteigen mit.
Wann sollte ich ein Cabrio für den Sommer buchen, und wann ist es günstiger?
Cabrios sind von Mai bis September sehr gefragt, die Preise liegen von Juni bis August am oberen Ende. Für Mittelklasse- und Premium-Modelle empfehlen Ratgeber, sechs bis acht Wochen vorher zu buchen. Wer flexibel ist, fährt im Mai oder September günstiger und hat auf beliebten Strecken mehr Platz. Achten Sie bei der Buchung auf kostenlose Stornierung für den Fall schlechten Wetters.
Darf ich das gemietete Cabrio mit offenem Verdeck parken?
Erlaubt ist es, ratsam nicht. Ein offen abgestelltes Cabrio lädt zum Diebstahl ein, und lose Gegenstände im Wagen sind nicht versichert. Lassen Sie das Auto offen und unbeaufsichtigt stehen, kann die Versicherung eine Leistung wegen grober Fahrlässigkeit kürzen, und ein Teil des Schadens kann an Ihnen hängen bleiben. Schließen Sie das Verdeck deshalb bei jedem Halt, auch bei kurzen Pausen.
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