Überblick
Der Anbieter im Überblick:
Ein Campingplatz ist ein Beherbergungsbetrieb unter freiem Himmel. Er vermietet Stand- oder Komfortplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile, dazu häufig Mobilheime, Safarizelte oder Fässer. Zum Betrieb gehören die Rezeption, Sanitärgebäude mit Duschen und Spülküche, eine Ver- und Entsorgungsstation für Reisemobile sowie Stromsäulen an den Parzellen. Größere Plätze ergänzen Kiosk, Restaurant, Spielplatz oder einen eigenen Badestrand.
Die Anlage selbst regeln die Camping- und Wochenendplatzverordnungen der Länder, etwa zu Zufahrten und Brandschutz. Für Gäste sichtbar ist die freiwillige Sterne-Klassifizierung von Bundesverband der Campingwirtschaft und Deutschem Tourismusverband: Prüfer bewerten Rezeption, Sanitäranlagen und Gelände, die Sterne gelten drei Jahre. Viele Plätze haben neben Urlaubsgästen auch Dauercamper.
Was ein guter Anbieter bietet
Die Leistungen eines seriösen Anbieters:
Was Sie von einem verlässlichen Anbieter erwarten dürfen.
- Parzellen und Mietunterkünfte reservieren, Anreise und Abreise koordinieren und Wartelisten für die Ferien führen.
- Sanitärgebäude mit Duschen, Spülküche und Babyraum mehrmals täglich reinigen und Warmwasser bereitstellen.
- Stromsäulen an den Parzellen betreiben, Zähler ablesen und den Verbrauch pro Kilowattstunde abrechnen.
- Eine Ver- und Entsorgungsstation für Frischwasser, Grauwasser und Toilettenkassetten der Reisemobile anbieten.
- In Kurorten die Kurabgabe für die Gemeinde einziehen und jedem Gast die Gästekarte mit ihren Vorteilen ausgeben.
- Meldescheine ausländischer Gäste am Anreisetag unterschreiben lassen, Ausweise prüfen und zwölf Monate aufbewahren.
- Die Platzordnung mit Mittags- und Nachtruhe, Hunderegeln und Schrankenzeiten bekanntgeben und durchsetzen.
Gut zu wissen
Wann sich dieses Angebot lohnt
Für die Sommerferien, Pfingsten und lange Wochenenden reservieren Sie direkt beim Platz, am besten mehrere Monate vorher. Bei der Buchung erfahren Sie auch den Mindestaufenthalt, der in der Hochsaison oft bei drei oder mehr Nächten liegt, und ob Sie eine bestimmte Parzelle, etwa mit Seeblick oder Schatten, fest zugesagt bekommen.
Rufen Sie außerdem an, wenn Sie später als geplant ankommen, mit Hund reisen oder ein großes Gespann haben. Viele Plätze schließen abends die Schranke und haben nur eine begrenzte Zahl hundefreundlicher oder langer Parzellen. Eine kurze Nachfrage erspart Ihnen die Nacht auf dem Parkplatz vor dem Tor.
Budget
Preise pro Nacht, pro Tag und pro Person
Campingplätze rechnen pro Nacht ab, meist aus Grundpreis für die Parzelle plus Personen, Strom und Extras. Die Camping-Preisanalyse des ADAC nennt für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Hochsaison 2026 im Mittel 41 Euro pro Nacht, ein Jahr zuvor waren es 40 Euro.
Die Spanne innerhalb Deutschlands ist groß. Am Niederrhein lag der Durchschnitt 2025 bei 32 Euro, an der Mecklenburger Ostseeküste bei 52 Euro; in Oberbayern stieg er 2026 auf 51 Euro. Hinzu kommen je nach Platz Strom, warme Duschen, Hund, Kurabgabe, Müll oder WLAN. In der Nebensaison sparen Sie nach ADAC-Angaben rund zehn Prozent, auf manchen Plätzen deutlich mehr.
Preisübersicht
Preise im Detail nach Saison und Ausstattung
Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Messezeiten, Feiertage, Luxusklasse).
| Angebot | Übliche Preisspanne | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|
| Hochsaison, Deutschland im Mittel | 41 € pro Nacht | Zwei Erwachsene, ein Kind, Strom, Duschen und Kurtaxe, ADAC 2026 |
| Günstige Regionen, etwa Niederrhein oder Thüringen | 32–33 € pro Nacht | Hochsaison 2026, gleiche Familie, weniger Andrang als an der Küste |
| Nordrhein-Westfalen im Mittel | 38 € pro Nacht | Hochsaison 2026, Weserbergland mit 42 € am teuersten im Land |
| Bayern im Mittel | 42 € pro Nacht | Hochsaison 2026, Franken 36 €, Oberbayern 51 € |
| Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern | 43 € pro Nacht | Hochsaison 2026, die teuersten Bundesländer im ADAC-Vergleich |
| Mecklenburger Ostseeküste | 52 € pro Nacht | Hochsaison 2026, Usedom 50 €, Rügen 41 € |
| Nebensaison statt Juli und August | Rund 10 % weniger | ADAC-Schätzung für Bayern; Rabatte je nach Platz deutlich höher möglich |
Tipps
Die Tipps von Wendelmar vor der Buchung
🧳 Wendelmar, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihre Reise gelingt. Wer ist Wendelmar?
Sterne mit Datum
Ich schaue beim Schild an der Rezeption auf die Gültigkeitsmarke. Die Sterne gelten drei Jahre, und ein Platz ändert sich in dieser Zeit manchmal mehr als mein Lieblingsbäcker.
Nebenkosten zusammenrechnen
Strom, warme Dusche, Hund, Kurtaxe, Müll: Rechnen Sie die Posten zusammen, bevor Sie zwei Plätze vergleichen. Ein billiger Grundpreis wird so schnell zum teuersten Angebot.
Ruhezeiten erfragen
Mittagsruhe und Nachtruhe legt jeder Platz selbst fest. Ich frage bei der Anreise nach den Zeiten der Schranke, damit ich abends nicht mit dem Grillgut vor dem Tor stehe.
Parzellengröße vergleichen
Fragen Sie nach den Quadratmetern der Parzelle, wenn Sie mit Wohnwagen und Vorzelt anreisen. Mit Auto, Markise und Fahrrädern wird es auf kleinen Plätzen erstaunlich eng.
Ausweis für ausländische Gäste
Reisen Freunde aus dem Ausland mit, brauchen sie weiterhin Meldeschein und Ausweis. Deutsche Gäste sparen sich den Zettel seit 2025, ich genieße das jedes Mal.
Nebensaison lohnt sich
Im Mai oder September zahle ich auf vielen Plätzen spürbar weniger und bekomme die Parzelle mit Seeblick, die im August schon ein halbes Jahr vorher weg ist.
FAQ
Häufige Fragen
Was bedeuten die Sterne bei Campingplätzen?
Die Klassifizierung von Bundesverband der Campingwirtschaft und Deutschem Tourismusverband vergibt ein bis fünf Sterne nach einem bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog. Prüfer der Landesverbände besuchen den Platz und bewerten Rezeption, Sanitäranlagen sowie Standplätze und Gelände. Die Einstufung gilt drei Jahre. Sie ist freiwillig, ein Platz ohne Sterne ist also nicht automatisch schlecht.
Muss ich auf dem Campingplatz einen Meldeschein ausfüllen?
Deutsche Staatsangehörige nicht mehr: Seit dem 1. Januar 2025 ist die Meldepflicht für sie in allen Beherbergungsbetrieben entfallen, auch auf Campingplätzen. Ausländische Gäste unterschreiben am Anreisetag weiterhin einen Meldeschein und zeigen ein gültiges Ausweisdokument. Der Platz bewahrt die Scheine zwölf Monate auf und muss sie spätestens drei Monate danach vernichten. Reisen Sie mit ausländischen Freunden, planen Sie an der Rezeption ein paar Minuten mehr ein.
Kann ich eine Campingplatz-Buchung kostenlos stornieren?
Nur wenn der Platz es in seinen Bedingungen anbietet. Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es für Übernachtungen mit festem Termin nicht, auch nicht bei Online-Buchung. Viele Plätze staffeln die Stornokosten nach dem Abstand zur Anreise, kurz vorher können bis zu 80 Prozent fällig werden. Lesen Sie die Bedingungen vor der Anzahlung.
Was ist in der Übernachtung auf dem Campingplatz enthalten?
Das regelt jede Preisliste anders. Häufig enthalten sind Parzelle, Personen und die Nutzung der Toiletten; Strom nach Verbrauch, warme Duschen, Hund, Kurabgabe, Müll oder WLAN werden oft extra berechnet. Die ADAC-Analyse rechnet deshalb mit fünf Kilowattstunden Strom, drei Duschen und Kurtaxe, um Plätze vergleichbar zu machen. Rechnen Sie bei zwei Angeboten dieselben Posten zusammen, bevor Sie sich für den scheinbar günstigeren Grundpreis entscheiden.
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